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Freitag, 1. Dezember 2017

Zanderfilet mit Trauben-Spitzkohl und Riesling Beurre Blanc

Zanderfilet mit Trauben-Spitzkohl und Riesling-Beurre Blanc

Ein absolut köstliches Essen, das wir mit einer kleinen Beilage Reis und Wildreis serviert haben - sogar Monsieur war äusserst angetan. Das wird es sicherlich bald wieder geben (diesmal dann aber wirklich mit auf der Haut gebratenem Zander anstelle von Kabeljau)




Zu diesem Rezept hat mich die Sonderbeilage "Fisch" des Feinschmecker 4/2017 inspiriert. Da ich allerdings keinen Zander in der von mir gewünschten Qualität bekam, habe ich Kabeljaufilet genommen und nur ganz kurz von beiden Seiten gebraten. Auch die im Original grösseren Stücke vom Spitzkohl wurden von mir in feinere Streifen geschnitten und die Unmengen an Butter in der Riesling-Beurre-Blanc habe ich verringert und dafür die Sauce länger einreduziert.



ich nehme (für 2 Personen):

1 Schalotte
100 g Salzbutter (moi: 25 g)
250 ml Riesling
150 ml Fischfond (moi: Gemüsefond)
50 ml Sahne
6 Spitzkohlblätter, Salz
200 g kernlose grüne Trauben
5 Scheiben Bacon
30 g Butterschmalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Zanderfilets à 180 g (mit Haut, ohne Gräten) moi: 2 Kabeljaufilets à 220 g
Saft 1/2 Zitrone

und los gehts:

Schalotte in klitzekleinen Würfeln in der Salzbutter sanft glasig dünsten, sie sollten keine Farbe annehmen. Anschliessend mit dem Riesling ablöschen und um etwa die Hälfte einreduzieren. Danach Fond und Sahne zugeben und nochmals um die Hälfte einkochen. 

Inzwischen von den Spitzkohlblättern die mittlere dicke Blattrippe entfernen, in Stücke schneiden (moi: in breitere Streifen) und ca. 3 Minuten im stark gesalzenen Wasser blanchieren. Abbtropfen lassen und später gründlich zwischen Tüchern trocken tupfen.

Trauben waschen, ich habe sie zusätzlich halbiert.

Bacon im Ofen knusprig braten, auf einem Stück Küchenpapier entfetten und abkühlen lassen und danach in kleine Stücke brechen.

Spitzkohl und Trauben im verbliebenen Speckfett anbraten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und warmhalten.

Zanderfilets salzen, pfeffern und mit Zitronensaft  beträufeln. Im Butterschmalz auf der Hautseite 5 Minuten knusprig braten, dann wenden und nochmals höchstens 2 Minuten braten.

Auf vorgewärmten Tellern anrichten, Spitzkohl-Trauben-Gemüse, darauf den Zander (knusprige Haut nach oben!), die RieslingSauce angiessen und den Speck darauf verteilen.

Voilà!


Montag, 27. November 2017

Gâteau au chocolat - DER berühmte Schokoladenkuchen

DER berühmte Schokoladenkuchen - le fameux gâteau au chocolat - OHNE bzw. fast ohne Mehl




Es ist bekannt, dass in unserer Familie alle grosse Schokoladenfans sind - ausser mir...  Doch diese Tarte mag sogar ich! Das Rezept kommt mit kaum Mehl aus (nur 1 Esslöffel im Teig!) und ist bei uns entweder als Dessert oder auch mal so zwischendurch, zum Naschen in Würfel geschnitten, sehr beliebt.




Und wie immer, wenn ich ein Rezept für Süsskram veröffentliche: 
Es ist köstlich! (klar!) 
Es ist unkompliziert und gelingsicher! 
UND: Es ist einfach und schnell gemacht!

ich nehme: 

  • 200 g dunkle Schokolade
  • 200 g Butter (+ 20 g)
  • 5 Eier
  • 200 g Puderzucker
  • 2 EL Mehl


und los gehts:

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eine Backform (20 cm Durchmesser) mit 20 g Butter ausfetten und mit 1 EL Mehl ausstreuen.

Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen.

Die Eier eines nach dem anderen langsam einarbeiten. Ich habe das mit dem Rührbesen der Kitchen Aid erledigt. Einen EL Mehl einarbeiten und den Puderzucker dazu geben. So lange rühren bis eine homogene Masse entstanden ist.

In die Form giessen und ca. 25 min backen.

Abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreut servieren.


So! Und nun ist bis auf weiteres mal Schluss mit dem Süsskram! ☺

Samstag, 25. November 2017

Boulangerie p'tit Jean, - M.O.F. Boulanger 2015

Boulangerie P'tit Jean, 47 Rue Pasteur, 57410 Rohrbach-lès-Bitche,  (ausnahmsweise verlinke ich mal zu F.aceb.ook)
Tél. 03 87 09 70 07

La Mine de Pain, 207 A, Rue Nationale, 57600 Forbach
Tél: 03 87 84 52 83 



Niemals, wirklich noch niemals zuvor, habe ich eine Bäckerei in Frankreich gesehen, die sooo viele wunderbare Brote in solch herausragender Qualität anbietet.



Baguettes sind in Frankreich ein National-Heiligtum ;-) Wie müssen erst solche schmecken, die von einem Meilleur Ouvrier de France hergestellt werden.?

Alle vier Jahre findet in Frankreich der Wettbewerb der Meilleurs Ouvriers de France statt.

Un des Meilleurs Ouvriers de France ist ein alle vier Jahre abgehaltener handwerklicher Wettbewerb in Frankreich.Der Titel „Meilleur Ouvrier de France“ (Bester Handwerker Frankreichs), abgekürzt „M.O.F.,“ wird dabei an herausragende Vertreter der verschiedenen Handwerke vergeben.
Erstmals vergeben wurde der Titel im Jahre 1924. Die Schirmherrschaft des Wettbewerbs liegt beim französischen Arbeitsministerium; organisiert wird der Wettbewerb durch die „Société des Meilleurs Ouvriers de France“. Quelle: Wikipedia
Übrigens, einzig die jeweiligen Sieger dieses Concours sind auf Lebenszeit berechtigt, die Tricolore als Kragen an ihren Jacken zu tragen (wie das auch Paul Bocuse mit Stolz tut!) Unrechtmässiges Tragen wird mit Gefängnis bzw. einer hohen Geldstrafe geahndet. Daran kann man sehen, wie bedeutend in Frankreich diese Auszeichnung ist.

Die Sieger in der Sparte Bäcker, und derzeit aktuell amtierenden M.O.F. Boulanger, sind seit 2015 die beiden Brüder Joël et Jérome Schwalbach; sie dürfen ihren Tricolore-Kragen mit vollem Recht tragen. 



Nun liegt diese Bäckerei auch für uns nicht gerade um die Ecke, doch irgendwann an einem Samstagvormittag gelingt es mir, Monsieur zu diesem "kleinen Ausflug" zu überreden... Ich verspreche ihm, auch niemandem zu erzählen, dass wir für ein Baguette ca. 1 Stunde weit fahren. Doch nennen wir es einfach einen Wochenend-Ausflug, man könnte z.B. die Zitadelle von Bitche besichtigen (haben wir vorher schon einige Male getan) oder einfach auch nur zum Frühstücken dorthin fahren - denn damit konnte ich Monsieur mit der langen Anfahrt versöhnen (mittlerweile haben wir diese Tour auch schon einige Male wiederholt). Hier gibt es nämlich nicht nur die besten Baguettes, die wir seit langem gegessen haben, sondern auch die besten Croissants  und den cremigsten Café au Lait.








Ferme Auberge Hungerplatz, nahe Barr

Ferme Auberge du Hungerplatz, Maison Forestière du Hungerplatz, 67140 Barr,
(Barr durchqueren Richtung Mont Ste. Odile, nach dem Campingplatz die erste Strasse links nehmen)

Tél.: 03 88 08 92 16, Montag und Dienstag geschlossen, geöffnet: Mittwoch und Donnerstag Mittag, Freitag und Samstag Mittag und Abend, Sonntag gibt es bis 17 Uhr durchgehend warme Küche



Eine Ferme Auberge, die sogar von Gault & Millau empfohlen wird? Das muss ich mir anschauen! Abgesehen davon bin ich ohnehin ein Fan dieser einfachen Landgasthöfe, die es überwiegend in den Vogesen gibt. 


Hier werden vor allem die Produkte der Ferme Goettelmann verarbeitet, d.h. die Produkte von Geflügel wie Huhn, Ente, Pute etc... die man auch in der Cooperative Hop'là in Oberhausbergen kaufen kann, finden hier auf dem Teller ihren perfekten Auftritt. Strasbourger Wurst-Käse-Salat für Monsieur:



und La Salade autour du Canard: 



und für uns beide dann das Geflügel Cordon Bleu mit einer Füllung aus hausgeräuchertem Rohschinken, Elsässer Tomme und einer Gemüsemischung mit Paprika (wobei wir das Gemüse lieber nicht als Füllung gehabt hätten)




Wir haben uns in diesem Ambiente, obwohl bis auf den letzten Platz besetzt, durch die beiden jungen Herren im Service sehr aufmerksam beraten und umsorgt gefühlt und kommen gerne wieder.



Freitag, 24. November 2017

Restaurant Le Marronnier, Stutzheim

Restaurant Le Marronnier, 18, Route de Saverne, 67370 Stutzheim
Tél. 03 88 69 84 30
täglich abends geöffnet, samstags und sonntags mittags und abends




Wir waren ganz in der Nähe zum Einkaufen, denn die Cooperéative Hop'là (klick hier), von der ich bereits kürzlich geschwärmt habe, liegt in unmittelbarer Nachbarschaft gerade mal höchstens 5 Minuten entfernt. Solch ein Einkaufsbummel macht Hunger und wir hatten Lust auf Flammkuchen, diesen gibt es in dem typischen und alteingesessenen elsässischen Restaurant in mehreren köstlichen Varianten.


Für uns am liebsten in der klassischen Version, ein bisschen Knoblauch zusätzlich darf allerdings sein, dazu trinken wir ein Glas Riesling. Mehr braucht es für dieses Mal nicht.



Beim nächsten Besuch werden wir sicherlich eine der anderen Spezialitäten wie z.B. das traditionelle Choucroute (auch als Version mit Fisch angeboten), Lever Knepfle, Jambonneau oder auf Vorbestellung Baeckeoffe probieren.

Das Ambiente ist klassisch elsässisch, der Service sehr freundlich und aufmerksam.

Hop'la, Oberhausbergen

Hop'la, 196, route de Saverne, 67205 Oberhausbergen
Tél. 03.88.30.84.40
geöffnet: Dienstag bis Freitag 9 bis 19:00 Uhr und Samstag 9 bis 18:00 Uhr

Es sind mittlerweile 34 Produzenten, die sich in dieser Cooperative zusammen geschlossen haben. Dahinter steckt eine nachahmenswerte Idee. Regionale Landwirte und Produzenten schliessen sich zusammen, bündeln ihre Kräfte und verkaufen ihre Produkte gemeinsam. Jeder der jeweiligen Produzenten sollte während eines Monats regelmässig in der Cooperative präsent sein und ist abwechselnd immer mal wieder verantwortlich für den Laden. So kann er seine jeweiligen Produkte verkaufen, präsentieren und erklären und ist ausserdem für den wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaft verantwortlich.






Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Honig, Pflanzen und Blumen, Pilze, Wein und Bier, Säfte, Öl, Sirup - jeder einzelne der Produzenten bietet ein ganz bestimmtes Produkt an, das es so nicht noch einmal in der Genossenschaft gibt und somit gibt es auch keinerlei Konkurrenz untereinander.

Uns hat sehr gut der Stand von Geflügel und Geflügelprodukten gefallen, da gibt es eine wunderschöne Auswahl an Spezialitäten, die ich so bisher noch nicht gesehen habe. Absolut empfehlenswert für ganz besondere Spezialitäten für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage. Wir haben z.B. einen Rollbraten aus Entenbrust mitgenommen - wo findet man das sonst noch?



Auch das Käsesortiment ist beeindruckend, sowie die grosse Auswahl an selbstgemachten, köstlich ausschauenden Bio-Suppen.




Die Ferme des Pommiers bietet nicht nur ein grosses Sortiment an unterschiedlichen Äpfeln, sondern auch eine beeindruckende Auswahl an unterschiedlichen Säften an.



Auch direkt am Eingang der Stand mit köstlichsten Brotsorten bzw. Obst- und Gemüse weckt meine Kauflust. Alles ist sehr schön präsentiert. Bei Fragen steht immer ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. 

Da MUSS ich wieder hin!




Sonntag, 19. November 2017

DER Orangenkuchen von Jean-François Piège - LE Gâteau à l'orange de Jean-François Piège

Nach einer kleineren Blogpause melde ich mich zurück mit einem für mich ungewöhnlichen Rezept. Ich bin ja nicht so sehr die Süsse und Bäckerin ohnehin nicht, aber doch ein Fan von Zitrusfrüchten. Diese Tarte MÜSST ihr probieren - sie ist einfach und schnell zubereitet, kommt mit wenigen Zutaten aus und ist absolut gelingsicher. Das Besondere daran ist diese leicht knusprige Konsistenz des karamellisierten Zuckers, mit dem die Form vor dem Backen ausgestreut wird. Und dann natürlich der unnachahmliche Geschack von Zitrusfrucht, Butter und Karamell....

Sie lässt sich wunderbar am Vortag vorbereiten und als Dessert mit z.B. Vanilleeis am nächsten Tag den Gästen servieren.... wenn bis dahin noch etwas übrig sein sollte... Voilà - DIE perfekte Tarte für Backanfänger, Nicht-So-Gerne-Bäcker, Gäste und alle Süssschnuten sowieso. 


Das Rezept stammt von 
Jean-François Piègedem grossen Pariser Küchenchef, der sich mit dieser Tarte an die Rezepte seiner Kindheit bzw. seiner Mutter und Grossmutter erinnert.




Noch Fragen? Also, ran an den Backofen! Die Zutaten hat sicherlich jeder im Vorrat! Und nach nur einer halben Stunde werdet ihr mit einem herrlichen Duft belohnt.



ich nehme:
  • 130 g gute Butter (weich, ca. 1 Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen)
  • 130 g Zucker
  • 120 g Mehl
  • 1/2 Pack Backpulver
  • 2 Eier
  • 1 Bio-Orange (Saft und Schale)

Ingrédients :

  • 130 g de beurre doux (10 g pour la moule)
  • 130 g de farine
  • 130 g de sucre semoule (10 g pour la moule)
  • 2 œufs
  • 1/2 sachet de levure chimique
  • 1 Orange Bio (jus et zestes)

und los gehts:


Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. 

Eine Backform (Dank des Hinweises von Felix!: bitte KEINE Porzellanbackform verwenden! in dieser karamellisiert der Zucker nicht) mit ca. 22 cm Durchmesser ausbuttern und mit etwas Zucker  gründlich ausstreuen.

Die Butter in die Küchenmaschine geben und schaumig aufschlagen. Eier und Zucker hinzu und alles mischen. Anschliessend Mehl und Backpulver dazu. Den Saft und die abgeriebene Orangenschale dazu geben und gründlich mischen.

In den Backofen geben und ca. 20 Minuten backen (möglichst NICHT länger!).

Aus der Backform stürzen und gerne auch lauwarm servieren.

Préparation:

Préchauffez votre four à 180 °C.

Beurrez un moule à pâtisserie d'environ 22 cm de diamètre et répartir un peu de sucre sur le dessus, c'est ce qu'on appelle chemiser le moule. 

Versez le beurre dans un cul de poule, avec les œufs et le sucre et mélanger le tout. Incorporez la farine et la levure et mélangez encore l'ensemble.
Versez les zestes et le jus de l'orange et remuez bien.

Versez le tout dans le moule et enfournez pendant 20 minutes.

Démoulez le gâteau et servez le à température ambiante ou tiède.